Autor: admin

  • 11/07/26 Savandurga

    Am Freitagabend ging es zusammen mit zwei deutschen Kollegen aus Bengalore heraus in Richtung Savandurga. Westlich von Bengalore. Hier liegen relativ große Granitmonolithen frei in der Landschaft. Der Savandurga ist sogar der größte Monolith in ganz Asien. Und diesen galt es zu besteigen!

    Aber erstmal mussten wir mit einem Fahrer zum Resort, welches in der Nähe gelegen war. Durch den berüchtigten Bangalore Traffic kamen wir nach einer doch recht interessanten Fahrt erst um 21:00 an. Das Resort bestand aus einem Hauptgebäude mit Restaurant und kleinen einzelnstehenden Bungalows. Während wir auf unser Essen für den Abend warteten, haben sich im Palmenhain neben der Dachterrasse die Brahmanenkäuzchen angepöbelt. Da das Besteigen des Felsen im Voraus online reserviert werden musste, die Website aber bei keinem von uns funktioniert hatte entschlossen wir uns auch pünktlich um 6:30 am Startpunkt zu sein. Der Gastgeber versprach mitzukommen, weil er die Genehmigung hatte uns zu führen. Also schnell ins Bett und das meiste an Schlaf aus der Nacht holen was ging. Die Geräusche waren gänzlich anders als in der Stadt: Hier haben die Grillen und Zikaden für den Schalldruck gesorgt und weniger die Hupen des Verkehrs.

    Ausblick über das Resort
    Das Zimmer

    Am nächsten Morgen waren dann auch alle recht pünktlich am Start, abgesehen vom Fahrer, den wir gesucht haben, bis er auf der Rückbank des Autos gefunden wurde. Nach einer kurzen Fahrt standen wir am Tempel und am Ausgangspunkt der Wanderung. Der Berggipfel war noch in die niedrige Bewölkung gehüllt, aber leider war am Kassenhäuschen niemand zu sehen. Auf Nachfragen konnte uns unser Führer leider nur berichten, dass das Wandergebiet wegen Sichtungen von Geparden bis auf weiteres geschlossen sei. Und um das Tor gab es auch kein Drum Herumkommen. Der Herbergsvater bot uns an den „Hausberg“ direkt am Hotel zu besteigen und dann zum Frühstück wieder am Hotel zu sein. Also wieder den Fahrer geweckt und zurück zum Resort. Dort ging es dann über den nackten Granit auf die Anhöhe und wir konnten die Aussicht auf den Savandurga genießen.

    Der Savandurga im Nebel
    Blick auf den Savandurga
    Noch mehr Blick auf den Berg

    Auf dem Weg wieder zurück hatte ich das große Glück ein paar Pflanzen zu finden auf die ich tatsächlich schon eine ganze Weile gehofft hatte, aber die Hoffnung eigentlich auch schon wieder an den Nagel gehangen hatte: Drosera burmannii. Diese sehr kleinen Vertreter des Sonnentaus wachsen hier während der Monsunzeit auf den nährstoffarmen Flächen der Granitfelsen. Sie sind nicht größer als eine Fünf-Cent-Münze aber leuchtend rot. Ich hatte wirklich nicht damit gerechnet diese Pflanzen zu finden, denn hier in der Nähe ist es ungewöhnlich trocken und heiß. Aber scheinbar haben die Berge westlich der Stadt ausreichend Regen abbekommen.

    Die kleinen Rosetten erwachen aus ihrem Hibernakel
    Drosera burmannii
    Ich beim Fotografieren

    Nach dem Frühstück ging es dann nur noch zurück in die Stadt – durch den gleichen Verkehr, durch den wir auch schon rausgefahren waren. Zum Abendessen ging es in eine weitere Rooftop-Brewery… Leider war die Aussicht deutlich besser als das Bier…

  • 28/06/26 Davaraja Market & Mysore Palast

    Am Sonntag wurde morgens aus dem Hotel ausgecheckt und es ging auf den Devaraja Market – deutlich entspannter als der KR Market in Bangalore. Hier konnte man ohne Probleme durch die Markthalle und die Stände auf dem Außengelände schlendern und die Händler waren auch alle für ein Gespräch bereit. Es gab hier viele Händler, die sich auf „religiöse Gebrauchswaren“ spezialisiert haben. So gab es das bunte Rangoli-Pulver in unterschiedlichen Farben, Zuckerkristalle als Opfergaben, Betelnüsse, Räucherstäbchen und vieles andere. Früchte und Gemüse gab es natürlich genauso wie die Blütengirlanden. Es gab sogar einen kleinen Stand mit Gewürzen. Ein paar Dinge habe ich auch gekauft – und die Händler waren alle sehr gerne bereit für einen Smalltalk und ein Foto. Der Teil für Fisch- und Fleischwaren lag in einer separaten Halle.

    Früchte
    Blüten
    Buntes Rangolipulver
    Gewürze
    Rangoli-Pulver und anderes

    Nach einem kleinen Frühstück ging es zum Palast. Der Palast ist Sitz der Wodeyar-Dynastie und wurde nach einem Brand im 19ten Jahrhundert komplett neu nach einem Entwurf des Briten Henry Irwin wieder aufgebaut. Hier schoben sich auch die Menschenmassen durch; ist er doch nach dem Taj Mahal der am zweitmeisten besuchte Ort in Indien. Ein persönlicher Führer nahm sich die Zeit um mir diversen Details im Schnelldurchlauf zu erklären, wie die Königsfamilie bis heute im Palast wohnt, welche Stile wo verbaut wurden und wo die vielen prunkvollen Einrichtungsgegenstände herkamen. Dann erklärte er welch immenser Aufwand das Dasara-Fest mit sich bringt: Eine Elefantenprozession durch die gesamte Stadt. Ich habe nur beim Vorbeitreiben mit der Menge Fotos machen können:

    Alte Requisiten der Prozession unter einem Feuerbaum
    Der Palast in der Außenansicht
    Eine dezente Tür aus massivem Silber
    Ein Teil der Audienzhalle
    Hier finden -als Teil der Prozessionszeremonie- Ringkämpfe statt
    Burmesische Teakholzschnitzereien
    Die Wände des Hochzeitssaals waren mit Bildern des Dasarafestes versehen
    Der Hochzeitssaal – die Besucher sitzen auf dem Boden während das heiratende Paar sieben mal um ein Feuer geht
    Die Ansicht vom Elefantentor

    Danach hieß es für mich nur noch einen Bus zurück nach Bangalore zu erreichen um am Sonntagabend wieder im Appartement zu sein.

  • 27/06/26 Mysore, Chamundi Hills & Kaveri

    Am Freitagabend ging es los – ich hatte mir ein Überlandtaxi gebucht um mich von Bangalore in das circa 130km entfernte Mysore zu bringen. Es war Aschura und die Moscheen waren mit Fähnchen geschmückt. Es ging dann relativ entspannt durch Palmenplantagen und Felder. Vorbei an den ersten Ghats (freistehende durch Vulkanismus und spätere Erosion sehr alte Hügel) und kleinen Herden (oder Schwärmen) von Pfauen ging es in die deutlich kleinere Millionenstadt.  Kurz vorher wurde die dreispurige Autobahn auf eine Spur heruntergeengt. Und irgendwie kann ich das Verhalten der Verkehrsteilnehmer nur so beschreiben: Nicht eine Spur von Aggressivität aber ungefähr eine Lautstärke eines Heavy-Metal-Konzerts. Es gab noch einen kleinen Schlenker durch die Stadt, vorbei an mit rosa Leuchteherzchen geschmückte Kutschen, dem beleuchteten Palast und einem Rummel. Aber ich bin danach nur ins Hotel und eine Kleinigkeit essen gewesen.

    Lord Basavanna Statue

    Denn am nächsten Morgen ging es für mich sehr früh an die „1000 Steps Footpath“ einer Pilgerroute auf die Chamundi Hills. Die Geräusche waren da schon deutlich anders: Vielstimmiges Vogelzwitschern und fernes Pfauengeschrei, kaum Gehupe. Die unregelmäßigen Stufen zwangen zu konzentriertem Gehen, obwohl sie durch das viele Rangoli-Pulver rotgefärbt waren. Auf dem Weg nach oben mussten angeblich 1002 dieser Stufen begangen werden – an der 394ten lag ein Geocache. Es ging vorbei an einer großen Nandi-Statue. Nandi ist in der hinduistischen Mythologie ein Stier und das heilige Reittier des Gottes Shiva.

    Der Ausgangspunkt des Pilgerwegs

     

    Die Stufen 573 – 612

     

    Die Nandi-Statue

     

    Ein Kreidemandala

    Ein paar der restlichen Stufen weiter oben kam man dann tatsächlich in niedrige Bewölkung. Bevor der Chamundi Tempel geöffnet war, hatten sich schon recht lange Schlangen gebildet und es drohte auch hier recht rummelig zu werden => Schnell weiter!

    Der Tempel noch im Nebel

     

    Der Tempelturm

     

    Ich umrundete den Chamundi-Hill auf einer Ringstraße, auf der nahezu kein Verkehr lag. Und auch kaum Besucher unterwegs waren. So konnte ich versuchen die hier reichhaltige Vogel- und Pflanzenwelt zu fotografieren, mit mäßigem Erfolg:

    Einer der extrem quirligen Gangesbrillenvögel
    Ein Schwarzmilan
    Ein Blauer Tiger – die Flügel sind tatsächlich sehr schön blau
    Ein Heckenkuckuck
    Die invasive Afrikanische Riesenschnecke
    Red spined Millipede
    Mimosen
    Mimosenblüte
    Eine indische Riesenholzkarpfenbiene auf einer Passionsfruchtblüte
    Ein Gelbschnabel-Drosselhäherling

     

    Nach einem kurzen Zwischenstopp im Hotel ging es für mich weiter zu den Brindavan-Gardens, eine in den 1930ern hinter einer Staumauer errichteten Gartenanlage. Der Garten mit all den Wasserspielen war schon sehr nett – aber noch interessanter fand ich die Backwaters des aufgestauten Kaveri-Rivers. Dann ging es noch zu einem Geocache eines Buchholzer Geocachers der hier vor einem Jahr war. Im Anschluss wollte ich den Venugopala Swamy Tempel besichtigen – einen Tempel, der vom Dammbau betroffen war und Stein für Stein wieder am Rande des Sees aufgebaut wurde. Wie ein guter Tourist habe ich mir brav alles Schilder durchgelesen und auch die drei Regeln beachtet: Keine Haustiere mitbringen (Kater ist ja auch zu Hause), keinen Alkohol trinken (war ohnehin zu warm) und sich ruhig verhalten (ich bin norddeutsch) – Auf dem Weg zum Tempel wurde ich allerdings von einem Mann mit Megaphon und langem Zeigestab aus der Menge der anderen Besucher herausgepickt. Zum Glück konnte mir dann einer der anderen Besucher auf Englisch erklären, dass auch die Platten auf dem Weg zum Tempel heiliger Bereich seien und ich meine Schuhe doch ausziehen möge. Nun gut – nachdem die Wanderstiefel in den Shoerack gestellt waren, sockte ich den Weg noch einmal zurück und ließ mich durch den weißen Tempel schieben.

    Diese lokale Spezialität habe ich mal ausgelassen
    Der Eingangsbereich des Tempels
    Eine indische Imkerei
    Ein indischen Rotkehlchen
    Zwei Schwarzkopfibisse
    Ein juveniler Brahminenweih
    Wer findet die Agame?
    Ein Pärchen Grüner Bienenfresser

    Die Wasserspiele vor der Staumauer
    Ein Stufengarten
    Ein Hirtenmaina

    Danach ging es zurück nach Mysore in die lokale Craftbierbrauerei um den Tag ausklingen zu lassen.

    ein sehr kleines Tasting
  • 20/06/26 KR Market & Bugle Rock Park

     

     

    Am ersten Samstag in Indien wollte ich den Blumen-Markt der Stadt besuchen – so sollte man besonders morgens sehr schöne Bilder machen können. Also hatte ich mir um kurz nach fünf ein Uber bestellt, dass mich in die grobe Richtung brachte. Und während der Fahrt dahin stockte der Verkehr schon kräftig, das war aber nichts im Vergleich zu dem was sich direkt vor und auf dem Markt abspielte. Ich hab mal das Gewusel und die einhergehende Geräuschkulisse aufgenommen:

    Irgendwelche Kräuter wurden direkt vom Bordstein verkauft, viele verschiedene Blüten konnte man Säckeweise kaufen oder schon zu Girlanden gebunden. Diese Blütengirlanden werden dann als Opfergabe an Schreinen oder Tempeln verwendet, man schmückt damit Autos oder sie sind bei Hochzeitsritualen ein zentraler Bestandteil. Teilweise überdeckte der süßliche Jasmin-Geruch die Abgase des Verkehrs. Aber das Gedränge war mir dann irgendwann doch zu viel: In dem Geschiebe zwischen den Ständen hatte jemand sein Mofa quer gestellt und es ging einfach weder vor oder zurück. Das hatte eine ältere Frau aber nicht davon abgehalten mir von hinten unterm Arm in die Seite zu kneifen.

    Kräuterhändler

     

    Gebundene Girlanden

    Aus dem Trubel des KR-Markts endlich herausgekommen ging es zu Fuß ein bisschen durch die noch vergleichsweise ruhigen Straßen. Eher zufällig kam ich auf einen anderen Markt auf dem hauptsächlichen Gemüse direkt von der Straße verkauft wurde. Hier wurde es einmal sehr laut als ein LKW beim Zurücksetzen mit dem Hinterrad einen Haufen Kohl zermatscht hatte.

    Der Gemüsemarkt

    Danach ging es weiter vorbei an einem Tempel an dem mit Musik über Lautsprechern und bunt leuchtenden Figuren gefeiert wurde. In einem anderen Viertel standen recht viele verschiedene Statuen von Dr. Bhimrao Ramji Ambedkar – einem Kämpfer für die Gleichberechtigung von niederen Kasten, wenn ich es richtig verstanden habe.

    Bunter Lichtschmuck

     

    Dr. Bhimrao Ramji Ambedkar

    Leider muss ich feststellen, dass die Kommunikation mit den Mitmenschen ein bisschen durch die Sprachbarriere und auch den Lärm erschwert wird.

    Am Sonntag hatte ich mir den „Bugle Rock Park“ ausgesucht – einem vergleichsweisen recht kleinen Park, den ich aber auch schon recht schick fand. Vor allem weil die alten Bäume komplett voll mit Flughunden hingen, die tagsüber allerdings nicht schliefen sondern sich frische Luft zufächelten. Der Bugle Rock war ein Felsklotz mitten im Park aus peninsularem Gneissgestein.

    Ein einzelner Flughund
  • 14/06/26 – Ankunft und erster Tag

     

     

    Gelandet ist die Lufthansamaschine pünktlich um kurz nach 0:00. Schon während des Fluges wurden Fragebögen des indischen Gesundheitsministeriums verteilt, die etwaige Kontakte in die derzeit von Ebola betroffenen Gebiete aufnahmen und die Kontaktnummern. – dann ging es zur „Migration & Visa Control“ – Schlange stehen, Fingerabdrücke abgeben und Reisepass stempeln lassen. Koffer einsammeln, 50€ in bar eintauschen lassen und dann den Fahrer suchen. Das klappte wirklich recht problemlos, sodass wir schon um 1:30 zum Auto gingen. Klassiker: Erstmal bei einem Rechtslenker auf der falschen Seite einsteigen. 🙂

    Schon die Fahrt vom Flughafen in die Stadt war ein kleines Abenteuer für sich: Ein ewig hupendes Gewusel aus Motorrädern, Tuk-tuks, Mofas, Bussen, PKW und LKWs… Manche so beleuchtet wie ein amerikanischer Weihnachtsbaum, andere dezent komplett ohne Licht. Und wenn mein Fahrer auf der Autobahn hupend auf der rechten Seite ein anderes Auto aus dem Weg komplimentiert, dann war zwischen den Autos immer noch Platz für eine überholende Mofa.

     

    Das komische Gefühl des Ungewohnten, welchen einen beschleicht, wenn man in ein Land mit Linksverkehr reist, fiel und fällt hier kaum ins Gewicht.

    Auch, dass ich mit dem Fahrer ein paar Verständigungsprobleme hatte, wunderte mich ein wenig. Eigentlich sollte Englisch doch weit verbreitet sein. Wir fuhren erst einmal ins Büro, wo ich den Schlüssel zum Apartment abholen sollte. Der Nachtwächter hatte davon leider auch nichts gehört und auch hier war die Verständigung nur so semi. Aber irgendwann ein paar Telefonate später hatte ich auch den und glücklicher Weise ein Paket mit Flaschenwasser. Das gröbste fertig gemacht und um 03:00 ins Bett geschlüpft. Um 4:00 noch einmal vom Asienkoel geweckt worden – einer asiatischen Kuckucks-Art.

    (Das am Ende ist der Asienkoel)

    Irgendwann so ab 8:00 war ich dann wach. Habe unter der Dusche festgestellt, dass Warmwasser nur optional ist, hab mich mit dem Flaschenwasser und der Zahnbürste arrangiert und war bereit für den Tag. Erst die Wohnung erkundet, den Koffer entleert und weil manche grundlegenden Dinge wie Toilettenpapier und Handtuch fehlten sollte es in die „Church Street“ – einer Einkaufsstraße in der direkten Nähe gehen. Beim Frühstück mit einem Kaffee ergab ein Blick auf die Karte: Sowas wie Supermärkte gab es eigentlich nur einen.

    Den hatte ich dann auch angesteuert und festgestellt, dass es nur ein bisschen größerer Kiosk ist. Toilettenpapier und Pulverkaffee habe ich bekommen, aber Antimück oder ein Handtuch waren dort nicht zu kaufen.

    Eine Kollegin, die im letzten Jahr hier war hatte mir schon diversen Lieferapps empfohlen, wie Swaggy oder Zepto. Das Problem nur: Für den letzten Schritt der Registrierung war eine indische Telefonnummer von Nöten. Eine andere sehr wichtige App ist Uber, denn die Stadt ist nicht gerade für ihre Fußgängerfreundlichkeit bekannt. Mit Uber bin ich nachmittags in den Lalbagh-Park gefahren, einem der botanischen Gärten Bengalurus. Der Park war wirklich nett, ein angebundener Pflanzenmarkt verkaufte Blumen und Saatgut, es gab Leberwurstbäume, Brotfruchtbäume und die allgegenwärtigen Mangos und Tamarinden. Eins meiner Ziele war die offenliegende Granitstruktur, der Gneiss der indischen Halbinsel (aus Gründen 😉 ) – beim umherstreifen durch den Park fand ich noch einen „Honigbienenbaum“ an dessen Ästen die Waben der Honigbienen offen herumhingen. Während die Honigbienen in unseren Breiten Baumhöhlen oder eben in Beuten wohnen um im Winter durch die Körperwärme des Volkes zu überleben brauchen die Bienen das hier nicht: Einfach an die Äste hängen reicht scheinbar.

     

    Der Lalbagh-Park
    Ein Streifenhörnchen kurz vorm Motz-Anfall
    Knol-Khol
    Die Bienenwaben am Baum
    Rosenmarkt
    Ein Leberwurstbaum voll mit Leberwürsten

    Da Gewitterwolken im Anzug waren bin ich dann mit einem Uber wieder zurück ins Apartment gefahren und hab noch ein bisschen auf dem Balkon gesessen und hab dem Regen zugeschaut.

  • 16/02/26 Die Reisevorbereitungen

    So, leider ist das hier mit dem WiFi in meinem Appartement ein bisschen schwierig, weshalb ich erst jetzt dazu komme ein paar Zeilen zu tippen.

    Für diese Reise gab es ein paar andere Sachen vorzubereiten als beim Dänemarkurlaub oder ähnlichen Unterfangen:

    1. Impfungen und Reiseapotheke

    Insgesamt wurden mir vier Impfungen nahegelegt, die ich auch allesamt genommen habe. Drei Impfungen gegen Tollwut (die sich auch durchaus mit einer Immunreaktion bemerkbar gemacht hatten), zweimal gegen die Japanische Enzephalitis (einer durch Stechmücken übertragenen Hirnhautentzündung), eine Schluckimpfung gegen Typhus (eine Durchfallerkrankung) und eine Spritze gegen Hepatitis A (Eine Viruserkrankung der Leber). Der Kostenpunkt liegt bei so ungefähr 650€, wenn man die Medikamente selbst in der Apotheke kauft.

    Die Impfung gegen das Dengue-Fieber wird seltsamerweise nur für Menschen empfohlen, die schon vorher einmal am Dengue-Fieber erkrankt waren.

    Es war trotz der fast fünf Monate Vorlaufzeit gar nicht so einfach die Termine für die Impfungen beim Hausarzt so unterzubekommen, es hat aber Letzen Endes funktioniert.

    Des Weiteren wurde die Reiseapotheke ganz schön aufgestockt: Tabletten für die Malaria-Prophylaxe für Reisen in Bereiche außerhalb der Stadt, ein starkes Medikament gegen Durchfall und eine vorbereitende Hefe-Kur für den Magen-Darm-Trakt (ob die sinnvoll ist kann ich nicht sagen, laut Inhaltsstoffen sind die doch recht teuren Päckchen einfach nur mit Trockenhefe und Zucker gefüllt.) Und zu guter letzt ein paar Nahrungsergänzungsmittel mit Elektrolyten – für den Fall der Fälle. Hier lagen die Kosten bei so ungefähr 250€.

    1. eSim-Karte

    Um hier in Indien gleich Internet-Empfang zu haben hatte ich mir im Vorfeld eine eSim-Karte vom Anbieter Saily heruntergeladen. Das Angebot für 20GB für 30€ ist jetzt nicht gerade günstig, aber für einen reibungslosen Start war es eine gute Investition: So konnte ich meinen Fahrer, der mich am Flughafen einsammeln sollte, gleich kontaktieren.

    1. Visum & Reisepass

    Da mein Reisepass leider abgelaufen war musste ich einen neuen beantragen. Ich hatte dummerweise gedacht, dass ich ein biometrisches Passbild mit aufs Amt bringen müsse, weshalb ich durch halb Hamburg gegurkt bin, um einen Fotografen zu finden, der die Berechtigung hatte amtliche Lichtbilder zu machen. (Es gab nur das 27€-Paket mit noch drei zusätzlichen S/W-Portrait-Fotos, die der Fotograf mit „Naja, das sind Charakter-Bilder“ kommentiert hatte – Blödmann, ich bin auch nicht freiwillig um 4:00 aufgestanden und hätte gern ausgeschlafen ausgesehen! 😛 ) Nachdem der Pass dann angekommen war, konnte das Visum beantragt werden. Hier hat sich das Visa-Büro meiner Firma drum gekümmert. Eine Woche nach dem Antrag war das Visum per E-Mail da.

     

     

    Ansonsten gab es nur noch kleinere organisatorische Dinge zu planen: Wer macht die Schwarmkontrolle bei meinen Bienen? Jan&Marlis haben sich bereit erklärt dafür aus Flensburg anzureisen und das zu übernehmen. Eine Umkehrosmoseanlage wurde gekauft, damit Katharina meine Fleischfresser gießen kann ohne Kubikmeterweise destilliertes Wasser vom Baumarkt zu holen.  Vielen lieben Dank dafür! 🙂

  • 02/06/2026 – Blogeinrichtung

    Hallo!

    Hier entsteht ein kleiner Blog.

    Hauptsächlich soll er ein bisschen die Eindrücke meiner Dienstreise nach Indien zusammenfassen. Ich spiele noch ein bisschen herum.