20/06/26 KR Market & Bugle Rock Park

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Am ersten Samstag in Indien wollte ich den Blumen-Markt der Stadt besuchen – so sollte man besonders morgens sehr schöne Bilder machen können. Also hatte ich mir um kurz nach fünf ein Uber bestellt, dass mich in die grobe Richtung brachte. Und während der Fahrt dahin stockte der Verkehr schon kräftig, das war aber nichts im Vergleich zu dem was sich direkt vor und auf dem Markt abspielte. Ich hab mal das Gewusel und die einhergehende Geräuschkulisse aufgenommen:

Irgendwelche Kräuter wurden direkt vom Bordstein verkauft, viele verschiedene Blüten konnte man Säckeweise kaufen oder schon zu Girlanden gebunden. Diese Blütengirlanden werden dann als Opfergabe an Schreinen oder Tempeln verwendet, man schmückt damit Autos oder sie sind bei Hochzeitsritualen ein zentraler Bestandteil. Teilweise überdeckte der süßliche Jasmin-Geruch die Abgase des Verkehrs. Aber das Gedränge war mir dann irgendwann doch zu viel: In dem Geschiebe zwischen den Ständen hatte jemand sein Mofa quer gestellt und es ging einfach weder vor oder zurück. Das hatte eine ältere Frau aber nicht davon abgehalten mir von hinten unterm Arm in die Seite zu kneifen.

Kräuterhändler

 

Gebundene Girlanden

Aus dem Trubel des KR-Markts endlich herausgekommen ging es zu Fuß ein bisschen durch die noch vergleichsweise ruhigen Straßen. Eher zufällig kam ich auf einen anderen Markt auf dem hauptsächlichen Gemüse direkt von der Straße verkauft wurde. Hier wurde es einmal sehr laut als ein LKW beim Zurücksetzen mit dem Hinterrad einen Haufen Kohl zermatscht hatte.

Der Gemüsemarkt

Danach ging es weiter vorbei an einem Tempel an dem mit Musik über Lautsprechern und bunt leuchtenden Figuren gefeiert wurde. In einem anderen Viertel standen recht viele verschiedene Statuen von Dr. Bhimrao Ramji Ambedkar – einem Kämpfer für die Gleichberechtigung von niederen Kasten, wenn ich es richtig verstanden habe.

Bunter Lichtschmuck

 

Dr. Bhimrao Ramji Ambedkar

Leider muss ich feststellen, dass die Kommunikation mit den Mitmenschen ein bisschen durch die Sprachbarriere und auch den Lärm erschwert wird.

Am Sonntag hatte ich mir den „Bugle Rock Park“ ausgesucht – einem vergleichsweisen recht kleinen Park, den ich aber auch schon recht schick fand. Vor allem weil die alten Bäume komplett voll mit Flughunden hingen, die tagsüber allerdings nicht schliefen sondern sich frische Luft zufächelten. Der Bugle Rock war ein Felsklotz mitten im Park aus peninsularem Gneissgestein.

Ein einzelner Flughund

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